Der kleine Waldwichtel will mitmachen

 

Laternenumzug durch Wengen

 


 

Im November organisiert die Spielgruppe LA COCCINELLE jedes Jahr den Laternenumzug durch Wengen. Am Montag waren die Kinder von der Spielgruppe bis zur zweiten Klasse, mit ihren Eltern und Verwandten eingeladen, mitzumachen.

 

Es dämmerte bereits auf dem Eigerhubel als sich die vierzig Kinder mit ihren Geschwistern und Verwandten am Montagabend vereinigten. Die jüngsten Kinder trugen ihre selbst gemachte Laterne mit Stolz, brauchten keine Handschuhe dazu und keinen warmen Schal. Nach der Begrüssung der Spielgruppenleiterin, Gaby Lanz, sangen die Lehrerinnen zusammen mit den Kindern die gelernten Lieder. Langsam versammelten sich die Kindergärteler mit ihren kunstvollen Laternen aussehend wie Fische für den Umzug. Gefolgt wurden sie von den Kindern der Spielgruppe. Der Besenwagen bildeten die Erst- und Zweitklässler, die farbenfrohe Lichter mit sich trugen. Gemütlich und singend schlängelte sich der Umzug durch die Dorfstrasse Wengens. Die Eltern und Verwandten umrahmten die Kinder und halfen dort, wo Hilfe gebraucht wurde.

 

Der kleine Waldwichtel wartete schon

Beim Schulhaus angekommen war ein grosses Feuer entfacht und Tosca Hodel, die Kindergärtnerin, erzählte den Kindern, die um das Feuer sassen, die Geschichte des kleinen Waldwichtels, der auch am diesjährigen Laternenumzug mitmachen wollte. Mit Schrecken stellte er fest, dass er gar kein Leuchtobjekt hatte. Einfallsreich wie er war, stürzte er sich auf einen Hagenbuttenstrauch, von dem er ein Zweiglein abzwackte, und mit den leuchtend roten Beeren sich den Weg erleuchtete. Tosca Hodel meinte, dass der Waldwichtel möglicherweise auch irgendwo um das Feuer sass und sich auf die von der Tagesschule vorbereitete Suppe, Würste und das Brot freute. Sie munterte die Kinder sogar auf, ein paar Krümel fallen zu lassen, um dem Wichtel eine Freude zu machen.

 

Hungrig und gemütlich

Die Kinder der vierten und fünften Klasse schöpften die Gemüsesuppe, händigten Wienerli aus, schenkten Punsch ein und schnitten das selbst gebackene Brot. Die zahlreichen hungrigen Mägen mussten nach dem aufregenden Spaziergang durchs Dorf, gestillt werden. Glücklich und gesättigt gingen die Kinder mit ihren Eltern von dannen.